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Anja Klug

Das Thema B 519 bewegt auch die Kriftelerin Anja Klug (Foto), obwohl sie mit ihrer Familie nicht in der Nähe der geplanten Trasse wohnt, sondern quasi am „anderen Ende“ der Gemeinde. Dennoch hat sie die bisherige Entwicklung aufmerksam verfolgt „seit den 15 Jahren, in denen ich hier in Kriftel wohne“. Jetzt, da das Vorhaben nach längerem Dahindümpeln durch die Einleitung des Planfeststellungsverfahrens konkret geworden ist, beschäftigt sich Anja Klug intensiver damit.

„Es ist doch wirklich ein Unding, dass eine Ortsumgehung für Hofheim gebaut werden soll, die dann Kriftel belastet“, wundert sich die Mutter von zwei schulpflichtigen Kindern, die mit dem aus Kriftel stammenden Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Dr. Andreas Klug verheiratet ist, über das Straßenbauprojekt. Umso mehr staunt sie darüber, nachdem sie von den Ergebnissen der Verkehrszählungen erfahren hat. Durch die Zahlen wird deutlich, dass die B 519 neu wegen des verschwindend geringen Anteils des Durchgangsverkehrs in Hofheim der Kreisstadt gar nicht die entscheidende Entlastung bringen wird.

An Hamster gedacht, die Schüler vergessen

Dafür wären die Folgen für Kriftel katastrophal – und nicht nur für die Anwohner im Bereich um die Hofheimer und die Königsberger Straße. Als Beisitzerin im Schulelternbeirat der Hofheimer Main-Taunus-Schule hat Anja Klug besonders die Kinder und Jugendlichen im Blick, die auf ihrem Schulweg zwischen den beiden Kommunen pendeln. Wie auch ihr eigener Sohn Nicolas, der zurzeit eine sechste Klasse in der Main-Taunus-Schule besucht. Und später vielleicht auch die jüngere Tochter. Die Planer haben zwar an die Gefährdungen für Feldhamsterpopulation im Marxheimer Feld gedacht und Lösungen dafür entwickelt, nicht aber an die Schülerinnen und Schüler, die mit dem Rad oder zu Fuß täglich die kurze Verbindung Hofheimer Straße benutzen.

Darüber wird man im Elternbeirat der Main-Taunus-Schule noch reden, ist sich Anja Klug sicher. Sie selbst hat, nachdem sie davon erfahren hat, die Projektleiterin im für die Planung zuständigen Amt für Straßen- und Verkehrswesen Wiesbaden, Uta Etienne, angerufen und sie auf dieses Problem angesprochen. Die Antwort: Man könne den Einwand ja verstehen, aber eine Berücksichtigung in den Planunterlagen sei vor deren Einreichung beim Regierungspräsidenten nicht mehr möglich. Im Anhörungsverfahren erhalte die Kriftelerin dann die Gelegenheit, ihre Einwendungen vorzubringen. Das wird Anja Klug „ganz sicher“ tun. Auf die Reaktion darauf ist sie schon gespannt. Man darf bezweifeln, ob es den Planern gelingt, eine im Interesse der Kinder und Jugendlichen vertretbare Lösung zu entwickeln.

„Krifteler Fragen zu kurz gekommen“

Die Kriftelerin zählte auch zu den Besuchern der Bürgerversammlung in den Schwarzbachhallen. Sie kritisiert, dass die Planer vom ASV sowohl in Hofheim als auch in Kriftel das gleiche Programm hatten. „Es wäre sinnvoll gewesen, die Schwerpunkte hier anders zu setzen“, meint Anja Klug. „Für Krifteler interessante Fragen kamen zu kurz.“ Mal ehrlich: Die Bemühungen um die bereits genannten Feldhamster sind ja redlich und anerkennenswert, aber war es wirklich nötig, darüber einen Vortrag in der Krifteler Versammlung zu halten? Die Krifteler interessiert es viel mehr, wie das geplante Brückenbauwerk der B 519 neu über die Bahn und den Schwarzbach die Landschaft dort verändern wird, wie es in der unmittelbaren Umgebung dann aussieht. Für Anja Klug ist das nur sehr schwer vorstellbar: „Ein gewaltiges Straßenbauwerk direkt neben einem Wohngebiet!“

Die Kriftelerin fand auch die Ausführungen der Planer zu Lärm- und Umweltschutz „wenig überzeugend“. Abgesehen davon, dass bis zu sechs Meter hohe Lärmschutzwände aus ästhetischer Sicht eine ziemliche Katastrophe sind, zweifelt Anja Klug an dem Schutz, den sie bewirken sollen. Entlang der Autobahn habe man auch solche Wände errichtet. „Der Effekt ist aber letzten Endes nicht so, dass man sich von dem Verkehrslärm nicht mehr belästigt fühlt“.